August - Dezember 2007
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Die Kurzschrift hält geistig fit
Die Menschen bleiben heute länger jung. Noch nie waren alte Menschen körperlich so fit und wirtschaftlich
unabhängig wie heute. Alt sein hat heute nichts mehr mit dem chronologischen Alter zu tun sondern mit der
Lebenssituation, der Vitalität, der Lebensfreude. Wie man sich im Alter fühlt, das hat mit der Lebensqualität
zu tun. Und genau darum geht es, wenn in den Medien das Thema Gedächtnisschulung im Alter aktuell diskutiert
wird. Einen interessanten umfassenden Bericht mit dem Titel "Die Kurzschrift hält geistig fit" veröffentlichte
Fred Blöbaum in der Deutschen Stenografenzeitung Nr. 6 - 2006. Einige seiner markanten Ausführungen und
Tipps stellen wir vor und empfehlen die Lektüre des vollständigen Textes unter der Internet-Adresse:
http://www.stenografenbund.de/fileadmin/dstb_upload/DStZ-Leseprobe-2006-6.pdf
Professor Baltes aus Berlin behauptet, dass Senioren, und nennt dabei die Altersgruppe der 80-jährigen,
ihre Intelligenzreserven aktivieren können. Durch tägliches Üben wachsen bereits abgestorbene Gehirnareale
nach. Das lässt sich mit Computer-Tomographien nachweisen. Das Gehirn ist ein elastisches Organ mit langer
Laufzeit. Bestimmte Rezeptoren verbinden ständig Nervenzellen miteinander, bis ins hohe Alter. Darum rezitieren
alte Künstler Erstaunliches.
Auf dem gleichen Prinzip basiert die Chance eines optimalen Gehirn-Joggings der Stenografen: Lebenslang haben Stenografen
Zeichen im Gehirn gespeichert. Nun können diese dazu beitragen im Alter das Gehirn fit zu halten. Warum sollten
sich neurale Strukturen im Gehirn zurückbilden, nur weil diese nicht benutzt werden?
Deshalb ein Auszug aus den Gehirn-Jogging-Tipps Blöbaums:
Vor dem Rundfunkgerät: Stenografieren
von Nachrichten, Vorträgen, Diskussionen, Talkshows. Wer nicht mitkommt,
schreibt Zeile oder Zusammenfassungen.
Aus der Erinnerung Texte, zum Beispiel
Gedichte, niederschreiben und gleichzeitig mitsprechen, dann noch einmal laut lesen. Dabei werden Nervenzellen
des Großhirns aktiviert und miteinander verknüpft.
Gedanken niederschreiben, ein Tagebuch
führen. Themen: Privates, Politisches. Einfach probieren. Aber bitte Schönschreiben üben, dann haben
beide Gehirnhälften etwas davon. Für den Anfang: täglich zehn Minuten lang.
Kennen Sie Trockenschreiben? Mit dem
Zeigefinger Gespräche "aufzeichnen". Zum Beispiel auf der Sessellehne.
Gezielt Schönschreiben üben
durch Abschreiben von Texten, von Gedichten, Prosa oder einfach von Zeitungsartikeln aus verschiedenen Ressorts.
Wie wäre es, wenn Sie gleich diese Internetseite in Kurzschrift übertragen würden? Wir wünschen
viel Spaß dabei!
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