Januar - Juli 2008
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Kleine Rückblende im Jahr 2008
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vor 100 Jahren:
"Die erste wirklich gebaute Schreibmaschine stammt deshalb wohl von
dem Italiener Pellegrino Turri aus dem Jahre 1808..." stellt das
Internet-Portal wikipedia fest.
...vor
210 Jahren:
am 20.05.1798 wird Wilhelm Stolze, der Mit-Erfinder des Kurzschrift-Systems
Stolze-Schrey in Berlin als Sohn eines Schuhmachers geboren.
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vor 70 Jahren:
am 02.10.1938 starb Ferdinand Schrey, der Mit-Namensgeber des o.g. Stenografie-Systems
Stolze-Schrey.
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vor 230 Jahren
1678 wurde das erste deutschsprachige Stenografielehrbuch von Carl Aloys
Ramsay unter dem Titel "Tacheographia" veröffentlicht.
Das System geht auf die altgeometrische englische Kurzschrift von Shelton
zurück.
...vor
rund 2000 Jahren:
Vor rund 2000 Jahren entwickelte Marcus Tullius Tiro (103 bis 4 v. Chr.)
die "Tironischen Noten", die als die Urmutter der Stenografie
gelten. Er war Weggefährte des großen römischen Staatsmannes
und Klassikers der lateinischen Prosa, Cicero. Tiro nahm die Reden Ciceros
mit Hilfe der von ihm entwickelten Tironischen Noten auf.
Wesentliche Merkmale der Tironischen Noten sind Entlehnungen aus der
altrömischen Normal- und Buchschrift. Die stenografischen Zeichen
entstanden durch Umgestaltungen mit Hilfe geometrischer und kursiver Elemente.
Besondere Unterscheidungszeichen sind Punkt und Strich, bis hin zu Verschmelzungen.
Grundlegend für die heutige Stenografie können die Tironischen
Noten vor allem deshalb angesehen werden, da das Prinzip der Suspension
aufgegriffen und vervollkommnet wurde. Vor allem das Verb war Grundlage
hervorragender Kürzungen. Jede Spracheinheit wurde gut unterscheidbar
gestaltet.
Astrid Lindgren schrieb all ihre Manuskripte in Stenografie
Am 14. November 2007 wäre Astrid Lindgren 100 Jahre alt geworden.
Die weltbe-rühmte Kinderbuchautorin wurde 94 Jahre alt. Über
100 Kinderbücher, Drehbücher, zahlreiche Geschichten und anderes
hat sie geschrieben. Was in der Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt
ist: Astrid Lindgren war eine begeisterte Stenografin. Sie ver-wendete
das Kurzschriftsystem von Olof Melin. Über ihre Arbeitsweise berichtete
sie: "Ohne Stenografie würde ich es nicht fertig bringen, Bücher
zu schreiben. Meine Bücher sind alle mit der Stenografie zustande
gekommen. Alle Überarbeitungen werden im Stenogramm gemacht; dann
wird die endgültige Druckvorlage mit der Maschine geschrieben."
Astrid Lindgren, nach der in Deutschland über 100 Schulen benannt
sind, hat der Deutschen Stenografenjugend am 20. August 1979 zum 10-jährigen
Bestehen ihrer Jugendzeitschrift gratuliert:" Hoffentlich haben Sie
alle so wie ich gefunden, dass die Stenografie etwas sehr Nützliches
ist, hoffentlich stenografieren Sie alle Tage."
Es gibt auch ein Büchlein, in dem sie direkt auf die Stenografie
eingeht: "Der Räuber Assar Bubbla". Um ein Haar hätte
es kein Buch über Pippi Langstrumpf gegeben. Der Räuber hatte
die Tasche mit dem Manuskript gestohlen. Er war aber sehr wütend,
dass er die "komischen Schnureln" nicht lesen konnte. Und so
kam die Tasche doch wieder zurück. Im Büchlein heißt es
an einer anderen Stelle: "Assar Bubbla wusste nicht, dass ich alle
meine Bücher in Stenografie schreibe."
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