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Stenografenverein Karlsruhe e.V. |
Januar - Juli 2008
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Leserbrief zum Bericht:Die Kurzschrift hält geistig fitWir haben uns über folgenden Leserbrief von Frau Ursula Knopf aus Karlsruhe sehr gefreut und können uns vorstellen, dass auch unsere Leserinnen und Leser für sich aus diesen Zeilen positive Impulse gewinnen können:" Liebe Schriftfreunde, den Beitrag "Die Kurzschrift hält geistig fit" in der letzten Stenografenzeitung habe ich mit Interesse gelesen. Ich kann dazu folgendes sagen: Auch nach meiner Berufstätigkeit praktiziere ich die Stenografie fast täglich, um mir irgendwelche Notizen zu machen, Tagebuch zu führen oder z. B. einen Brief zu entwerfen. Das macht mir viel Spaß. Immer wieder werde ich bei meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten gefragt, was das für eine Schrift ist, die ich schreibe. Zu dem Thema Gedächtnisschulung im Alter möchte ich folgendes beitragen: vor Jahren bekam ich ein kleines Büchlein in Stenografie geschrieben geschenkt, aber nicht in Einheitskurzschrift, die ich beherrsche, sondern in "Stenografie System Stolze-Schrey". Ich versuchte seinerzeit an ein Lehrheft mit dieser Stenografie zu gelangen, aber nirgends war noch eines vorhanden. Ich stellte dann fest, dass am Ende des Büchleins ein Inhaltsverzeichnis in Langschrift abgedruckt war und die Titel wurden über den einzelnen Kapiteln in Stenografie wiederholt. So gelang es mir langsam, die alte Stenoschrift lesen und den Text übersetzen zu können. Dann legte ich das Büchlein zur Seite und es versank einige Jahre in einem Schrank. Dieser Tage bekam ich es wieder in die Hände und da der Text noch lange nicht übersetzt war, machte ich mich dran. Und siehe da, nach einiger Zeit gelang es mir, die seinerzeit mühsam zusammengetragenen Stenokürzel aus der Erinnerung zurückzurufen und die Übersetzung weiterzuführen. Das macht mir ganz viele Freude, obwohl das eine oder andere Wort sich einfach nicht erschließen lassen will. Aber das muss ja auch nicht sein. Wichtig ist, dass ich die vor Jahren für mich fremde Schrift immer noch lesen und das Gespeicherte aus meinem Gedächtnis abrufen kann. Dass mir das Stenografisieren noch immer viel Freude macht, habe ich auch dem Ste-nografenverein zu verdanken, bei dem ich mein Schulsteno vervollständigt und es durch fleißige Übungsstunden in Wettbewerben bis zu einer Geschwindigkeit von 240 Silben gebracht habe. Mit freundlichen Grüßen Ursula Knopf" |