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Januar - Juli 2003
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Nachruf für Karl Spachholz, Ehrenvorsitzender des Stenografenvereins Karlsruhe e.V.
Am 6. Oktober verstarb nach langem, schweren Leiden im Alter von 92 Jahren der Ehrenvorsitzende des Karlsruher
Stenografenvereins.
Karl Spachholz erlernte als junger Gymnasiast freiwillig die Stenografie und trat bereits 1928 dem Stenografenverein
als Mitglied bei. Er war mit 74 Mitgliedsjahren unser ältestes Mitglied. Stenografie und das 10-Finger-Blindschreiben
auf der Schreibmaschine gehörten zu seinen bevorzugten Hobbies, denen es sich mit außerordentlichem
Fleiß widmete und sie deshalb
souverän beherrschte.
Rückschauend brachte er immer wieder zum Ausdruck, dass ihm diese freiwillig erlernten Fächer in der
Ausbildung und in danach in der Berufspraxis als Arbeitsmittel sehr hilfreich und
förderlich waren.
Die Verbundenheit zum Stenografenverein kam durch seine verschiedenen ausgeübten Funktionen in der langjährigen
Mitgliedschaft zum Ausdruck. So war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, sich am Wiederaufbau des
in den letzten Jahren der Naziherrschaft verbotenen Stenografenvereins nach dem Kriege aktiv zu beteiligen, was
schließlich 1961 zur Wahl zum Vereinsvorsitzenden geführt hat. In seiner 16jährigen Amtszeit als
Erster Vorsitzender erlebte der Verein seine Blütezeit, was die Aktivitäten und den Mitgliederstand anbelangte.
Vom Deutschen Stenografenbund wurde er für seine Verdienste mit den höchsten Auszeichnungen gewürdigt.
Für die vielen herausragenden Ereignisse seien stellvertretend genannt:
- Die Bildung der Meistermannschaft Maschinenschreiben für Erwachsene und Jugendliche, die sich wiederholt
mit besten Ergebnissen an Deutschen und Weltmeisterschaften beteiligten
- Das bedeutendste Ereignis war die Durchführung der deutschen Meisterschaften 1968 in in Kurzschrift und
Maschinenschreiben in Karlsruhe und Ettlingen mit über 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Im Jahre 1977 legte er sein Amt als Erster Vorsitzender nieder, unterstützte aber danach als Ehrenvorsitzender
den Verein mit Rat und Tat weiterhin, solange es ihm seine Gesundheit erlaubte.
Der Verein dankt ihm von Herzen für alles was er für die Sache der Stenografie getan hat. In den
Vereinsannalen erhält Karl Spachholz einen Ehrenplatz.
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